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Gold, Silber und Bronze für die KTS-Turner "Das war der erfolgreichste Wettkampf in der Vereinsgeschichte der Kunstturnschule Mettingen." Dieser Meinung war am vergangenen Sonntag nicht nur KTS-Trainer und -Vorsitzender Martin Rutemöller. Zuvor hatten die Turner Martin Hemmer, Jonas Kujawa und Benedikt Sand beim Deutschland-Cup in Dortmund Vereinsgeschichte geschrieben. Benedikt Sand holte Gold im B-Jugend-Wettbewerb, Martin Hemmer Silber bei den Männern und Jonas Kujawa Bronze bei der A-Jugend. In der Männerkonkurrenz turnte Martin Hemmer gegen die Qualifikanten der einzelnen Bundesländer. Der Wettkampf war mit 19 Athleten sowohl zahlenmäßig als auch qualitativ stark besetzt. Geturnt wurde in der olympischen Reihenfolge, und Hemmer setzte gleich am Boden Akzente. Seine 12,5 Punkte bedeuteten zunächst Rang 3. Durch eine Übungsunterbrechung am Pauschenpferd fiel er zwischenzeitig zurück, kompensierte den Punktverlust dann aber an seinen beiden Paradegeräten. Mit der Tageshöchstwertung an den Ringen (13,3 Punkte) und einem erstmals in einem Wettkampf geturnten Tzukahara gestreckt am Sprung (13,05 Punkte) meldete er sich eindrucksvoll zurück. Auch am Barren ging Martin Hemmer volles Risiko und turnte erstmals eine Diamidovdrehung. Durch leichte Unsicherheiten im Mittelteil der Übung verpasste er eine Topwertung. Die erturnten 11,6 Punkte bedeuteten an diesem Gerät Rang 6. In der Gesamtwertung fiel er damit wieder auf den 3. Rang zurück. Das abschließende Reckturnen verlief dann ganz nach Wunsch von Turner und Trainer. Eine fehlerfreie Übung brachte 12,0 Punkte und damit am Ende die nicht für möglich gehaltene Silbermedaille. Besonders stolz zeigten sich nach diesem Abschneiden auch die verantwortlichen KTS-Trainer Martin Rutemöller und Björn Ernst. Angespornt durch die Leistung seines Teamkollegen präsentierte auch Jonas Kujawa in der Wettkampfklasse der Jugend A einen guten Wettkampf. Beginnen musste er am Seitpferd. Trotz eines unnötigen Absteigers bei der Tchechenkehre erhielt er für seine ansonsten gut geturnte Übung 10,0 Punkte, was Tageshöchstwertung an diesem Gerät bedeutete. Am Sprung und an den Ringen setzte sich der gute Eindruck fort, Jonas Kujawa lag zu dieser Zeit auf Medaillenkurs. Am Barren schlichen sich dann Unsicherheiten ein. Ein Zwischenschwung und auch ansonsten nicht immer sauber ausgeturnte Übungsteile wurden vom Kampfgericht mit Abzug bedacht und die erzielten 9,8 Punkte waren die logische Konsequenz. Am Reck und am Boden fand Jonas Kujawa dann zu gewohnter Stärke zurück. Alle waren anschließend gespannt auf die Siegerehrung. Als dann mit Platz 3 eine weitere Medaille an die Kunstturnschule Mettingen ging, war der Jubel riesengroß. Für Benedikt Sand galt es, in der Klasse Jugend B seine gute Form aus den letzten Trainingseinheiten zu bestätigen. Einige Übungen wurden kurzfristig noch einmal umgestellt und den Wettkampfanforderungen angepasst. Sand ging nervös in den Wettkampf und leistete sich gleich am Sprung einen unnötigen Ausfallschritt. 11,45 Punkte und damit Platz 10 brachten zunächst eine Ernüchterung. Durch schöne Übungen am Barren (11,4 und damit höchste Wertung) und Reck (11,5 Punkte) schob er sich weiter nach vorne. Es folgten eine durchschnittliche Bodenübung (10,6 Punkte) und eine Galavorstellung am Seitpferd (12,05 Punkte) "So eine gute Übung habe ich von Benedikt noch nicht gesehen", war auch Trainer Hermann von Wulfen beeindruckt. Den krönende Abschluss bildete schließlich das Ringeturnen. 12,15 Punkte waren auch hier die Tageshöchstwertung. Mit diesen beiden Übungen schaffte Benedikt Sand es, sich auf den 1. Platz vorzuschieben und die Goldmedaille ins Tüöttendorf zu holen. Der anschließende Jubel und Beifall waren dementsprechend groß und lang anhaltend. Mit diesem Erfolg hatte bei der KTS Mettingen keiner gerechnet, und entsprechend stolz und zufrieden waren am Ende Turner und Trainer.
Mittwoch, 11. Juli 2007 | Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung (Ibbenbüren)
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