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"Es ist der richtige Zeitpunkt, aufzuhören"

 

Er hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. "Es ist mir wirklich schwer gefallen", sagt Clemens Bonin vom Kunstturn-Regionalligisten KTS Mettingen. Dennoch: Die Entscheidung ist unumstößlich. Die neue Turn-Saison wird für die Mettinger ohne ihren Routinier stattfinden. Der 43-Jährige Stadtlohner hängt die Riemchen an den Nagel - endgültig, nachdem er in den vergangenen neun Jahren für Mettingen in der Liga geturnt hat.
Ein bisschen sei ihm die Entscheidung aber vom Turnverband abgenommen worden, erzählt Clemens Bonin. Bisher nämlich habe er mit einer Sondergenehmigung zweigleisig geturnt. Im Herbst für die KTS in der Regionalliga, im Frühjahr für seinen Heimatverein SuS Stadtlohn in der Landesliga. "Das wäre mir in diesem Jahr nicht mehr ermöglicht worden", sagt der Finanzbeamte. "Es hieß entweder, oder." Also turnt Bonin noch einmal für Stadtlohn in der Landesliga, "und dann ist Feierabend mit dem Mannschaftssport".
Alledings sei das nicht der alleinige Grund für seine Entscheidung gewesen. Neben Umständen wie "den üblichen Turner-Wehwehchen" (O-Ton Bonin) der großen Zeitintensität, die sich durch die Regionalliga-Zugehörigkeit ergeben habe, ist vor allem eine Sache ausschlaggebend gewesen. "Ich habe jetzt einen Punkt erreicht, an dem ich mich nicht mehr verbessere", sagt der 43-Jährige. "Ich kann mein Niveau allerhöchstens noch halten. Es ist die Frage, ob das reicht. Mettingen hat viele junge Spitzenturner, eigentlich habe ich da nichts mehr zu suchen." Die KTS Mettingen habe in den vergangenen Jahren eine tolle Entwicklung gemacht und könne aus eigenen Kräften eine gute, solide Regionalliga-Mannschaft stellen, an der Bonin als "Motivator und mit meinen zwei Geräten", wie er es bezeichnet seinen Anteil hat. "Das war vor ein paar Jahren noch nicht vorauszusehen", so Bonin.
Im übrigen gehört Bonin zu den Leuten, die dem guten alten Spruch "aufhören, wenn es am schönsten ist" eine Menge abgewinnen können. "Das letzte Jahr war das schönste Jahr. Wir sind Dritter geworden und haben fast den Aufstiegswettkampf zur 2. Bundesliga erreicht", erzählt Bonin. "Das ist der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören. Es ging mir aber schwer ab."
Den Kontakt will Bonin natürlich aufrechterhalten. "Ich habe schon geguckt, zum Auswärtswettkampf nach Kob-lenz könnte ich prima mitfahren." Mit dem Turnen hat Bonin natürlich trotz des Karriereendes nicht abgeschlossen. "Im kommenden Jahr will ich in Stadtlohn als Trainer einsteigen." So fällt der sportliche Ruhestand dann auch nicht mehr ganz so schwer.

Mittwoch, 20. Juni 2007 | Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung (Ibbenbüren)

 

News

 

Mit einer eindrucksvollen Leistung bezwangen die Turner der KTS Mettingen den TV Duisburg-Wanheimerort im Heimwettkampf am vergangenen Samstag mit 232,5 : 216,85 ( 10 : 2 Geräteunkte).

Wettkampfergebnisse HIER

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